Dienstag, 28. Oktober 2008

Aus für "Thor Steiner" auch in Magdeburg


Der Thor-Steinar-Laden in Magdeburg Foto: ddp

Es geht Schlag auf Schlag: Vor zwei Wochen hat ein Gericht die Räumung des Berliner "Thor Steinar"-Ladens verfügt. Nun muss auch in Magdeburg ein Geschäft schließen, das die bei Rechtsextremen beliebte Marke vertreibt. Mehr hier

Freitag, 24. Oktober 2008

Hamburg: Abfindung für Thor-Steinar-Chef?

Es war nur ein kurzes Intermezzo: in der Hamburger Einkaufspassage HSH-Nordbank-Passage eröffnete die umstrittene Modemarke Thor Steinar unlängst ein Ladengschäft. Nach Bürgerprotesten und Umsatzverlusten von anliegenden Geschäften, willigte Thor Steinar ein, wieder auszuziehen. Gerüchten zufolge hat sich der Vermieter, die HSH-Nordbank, den Auszug stolze 800000 Euro Abfindung kosten lassen. Diese Summe wollte Bank-Sprecher Christian Buchholz weder bestätigen noch dementieren. Eine einfache Internet-Recherche zur "Protex Gmbh" wäre die Nordbank billiger gekommen.

»Ein solcher Laden wird als Bedrohung wahrgenommen«

Das Internetjournal Indymedia Letzebuerg bringt in ihr neuen Ausgabe ein Interview mit Annika Eckel vom MBR Berlin-Brandenburg, ein Beratungsteam für Menschen, die sich gegen Aktionen von Rechtsextremen wehren möchten. Hier geht es auch um Thor Steinar. Mehr hier

Dienstag, 14. Oktober 2008

MITTE GEGEN RECHTS Sperrspitze gegen Nazi-Mode

Immer weniger Menschen in Deutschland möchten, dass Gewerbetreibende in ihrer Nachbarschft gezielt Nazi-Bedürfnisse bedienen Die ZEIT stellt MITTE GEGEN RECHTS an die Spitze der Bewegung. Mehr hier

Landgericht Berlin: Aus für "Tønsberg"

Das Berliner Landgericht heute der Räumungsklage des Vermieters des "Tønsberg"-Laden in der Rosa-Luxemburg-Strasse statt gegeben. Nach Ansicht der Richter hätte der Betreiber den Vermieter vor Eröffnung darüber informieren müssen, welche Ware in dem "Tønsberg"-Laden angeboten werden soll, teilte eine Gerichtssprecherin mit.

Gegen das Urteil ist binnen vier Wochen Berufung beim Kammergericht möglich.Das Geschäft war im Januar in der Rosa-Luxemburg-Straße eröffnet worden, nachdem bereits die Wohnungsbaugesellschaft Berlin-Mitte (WBM) im August vergangenen Jahres einen Mietvertrag für einen "Tønsberg"-Modeladen am Alexanderplatz nach Protesten gekündigt hatte.

Auch vor dem neuen Geschäft gab es von Anfang an Proteste. Die augenfälligste Form fand die Anwohner- und Ladenbetreiberschaft in der Rosa-Luxemburg-Strasse, die mit drei Infocontainern gegen die Verbreitung rechten Gedankengutes protestieren. Die Aktion wurde unter Anderem von Altbundespräsident Richard von Weizäcker und Politker wie dem Bezirksbürgermeister von Mitte, Christian Hanke unterstützt. Die Container stehen noch bis November 2008.

Freitag, 10. Oktober 2008

Aus für "Brevik"

Die HSH FM Holding und der Mieter Protex
GmbH (Thor Steinar) haben wegen der prekären Sicherheitslage in der Umgebung des
Ladengeschäfts das Vertragsverhältnis aufgehoben. Das Bekleidungsgeschäft der Protex GmbH hatte am 25. September 2008 seinen Geschäftsbetrieb in der Shopping Passage an der Spitalerstraße aufgenommen. Das Ladengeschäft wird bis zum 31.Oktober ausziehen.

Hier ein Text zum Hintergrund

Dienstag, 30. September 2008

Erste Verhandlung gegen Thor Steiner ergebnislos

Ohne entgültiges Ergebnis endete die heutige Verhandlung am Landgericht Berlin zwischen der Impala GmbH und der Mediatex GmbH. Die Mediatex GmbH vertreibt in einem Ladenlokal in der Rosa-Luxemburg-Straße, das durch die Impala GmbH vermietet wird, die umstritt.ene Modemarke „Thor Steinar“, die in der rechtsextremen Szene äußerst beliebt ist.

Der zunächst vom zuständigen Richter angestrebte Vergleich scheiterte, da die Forderungen des Anwalts der Beklagten Mediatex für den Kläger inakzeptabel waren: 500.000 Euro Schadensersatz für das Verlassen des Gebäudes rund zwei Jahre vor Vertragsende.
Im weiteren Verlauf des Prozesses gab der Richter zu bedenken, dass es für einen Vermieter nicht zumutbar sei, sich über das Internet über den zuküntigen Vermieter zu informieren. Der Anwalt des Klägers betonte, dass er sowohl über das Sortiment als auch über den Kontext der Marke keinerlei Informationen bei Vertragsbeginn besessen habe. Es könne daher von einer arglistigen Täuschung ausgegangen werden.

Neben einigen Zuschaueren war auch die Rechtsanwältin, die die Vermieter gegen das Thor Steinar verteibende Geschäft der Mediatex in Leipzig vertreten, anwesend.
Der Richter hat zur Verkündung einer Entscheidung den 14. Oktober 2008 einberaumt.
Mit dem Gerichtstermin sind wir unserem Ziel, der Schließung des TØNSBERG- Ladens einen weiteren Schritte näher gekommen. Wir werden das Verfahren weiter begleiten und unseren Protest so lange vorsetzen bis das Geschäft entgültig schließt.

MITTE GEGEN RECHTS ist eine Initiative der Anwohnerscha.. und Gewerbetreibenden, die sich gegen das im Februar 2008 eröffnete Ladengeschä.. »TØNSBERG« in der Rosa-Luxemburg-Straße 18 sowie gegen die Verbreitung rechter Model und rechten Gedankenguts im Bezirk Berlin-Mi..e einsetzt. Das Anwohnerbündnis MITTE GEGEN RECHTS protestiert deshalb seit Mai 2008 mit einer Container-Ausstellung gegen den Modeladen. Die Ausstellung ist noch bis Ende November 2008 entlang der Rosa-Luxemburg-Straße zu sehen.

Sonntag, 28. September 2008

"Thor Steiner" vor Gericht

Auf diesen Termin haben viele gewartet: Der umstrittene Modeladen Tönsberg steht vor Gericht. Am Montag, den 30. September um 9 Uhr (Raum 142), eröffnet das Berliner Landgericht den Prozess zwischen dem Vermieter und dem Ladenbetreiber. Der Eigentümer klagt auf Räumung.

Die Initiative "Mitte gegen Rechts", ein Zusammenschluss aus Anwohnern und Gewerbetreibenden, unterstützt den Gerichtsgang. "Wir müssen jetzt den Schulterschluss mit dem Vermieter üben", sagte ein Sprecher der Initiative. "Tönsberg steht für rechtsextremes und menschenfeindliches Gedankengut. Dafür sollte kein Platz sein."

Der Laden in der Rosa-Luxemburg-Str. 18 bietet eine große Produktbandbreite der Bekleidungsmarken"Thor Steinar" an. Dieses Modelabel ist offensichtlich unter Rechtsextremen beliebt. Der Verfassungsschutz beschreibt "Thor Steinar" als szenetypisches Erkennungs- und Abgrenzungsmerkmal.
Die Initiative "Mitte gegen Rechts" protestiert seit dem 30. Mai. 2008 mit einem Kunstprojekt gegen den rechten Modeladen, unterstützt wird die Aktion von Bezirksbürgermiester Christian Hanke.

Freitag, 5. September 2008

Kino gegen Rechts - im Kino Babylon

„Schöner leben ohne Nazis“ - unter diesem Motto findet im Im Kino „Babylon“ am Rosa-Luxemburg-Platz, Freitag, 19. September ab 18.00 Uhr eine lange Kinonacht statt. Eintritt frei!



Donnerstag, 4. September 2008

Ermittlungen in Sachen "Thor Steinar"

Nicht nur verschiedene Gerichte werden sich in der nächsten Zeit mit der Marke "Thor Steinar" befassen. Eine Gruppe Engagierter hat eigene Ermittlungen durch geführt und eine umfassende Broschüre zusammen gestellt: alles, was Sie schon immer über "Thor Steinar" wissen wollten, aber nicht beantwortet bekamen: Hier

Container bleiben!

Noch ist es nicht "amtlich", doch die Genehmigung für den Fortbestand unserer Containeraktion ist zugesagt: in der Rosa-Luxemburg-Strasse werden noch bis Ende November drei Container ein Zeichen gegen rechte Umtrieben in unserem Kiez setzen.

Unser Dank geht an alle, die uns beim Fortbestand der Aktion unterstützen!

Sie setzen mit uns ein Zeichen gegen die kommerzielle Ausbeutung einer Ideologie, die millionenfaches Elend über Unschuldige gebracht hat. Dafür ist kein Platz in unserem Kiez.

Mittwoch, 3. September 2008

Ende eines Protestes

Seit Mai protestiert Mitte gegen Rechts mit einem Kunstprojekt gegen einen rechten Modeladen in Berlin-Mitte. Jetzt droht dem Protest ein vorzeitiges Ende

Die Plakate sprechen eine eindeutige Sprache: „Keine Nazis!" oder „Schöner leben ohne Nazis." Sie sind auf einen massiven, schwarzen Container aufgeklebt, der in der Rosa-Luxemburg-Strasse steht – direkt vor dem Modegeschäft „Tønsberg", das die bei Rechtsextremen beliebte Mode-Marke „Thor Steinar" verkauft.

Der Frachtbehälter gehört zu einem Kunstprojekt. Es besteht aus insgesamt drei Containern, die die Initiative „Mitte gegen Rechts" im Mai diesen Jahres initiiert hat. Rund 50 Anwohner und Gewerbetreibende wollen so gegen den Verkauf rechter Mode protestieren. Die Aktion wurde vom Integrationsbeauftragten Günter Piening gefördert, sogar Altbundespräsident Richard von Weizäcker und der SPD-Politiker Wolfgang Thierse spendeten persönlich. Auch Bezirksbürgermeister Christian Hanke unterstützte die Aktion nachdrücklich.

Jetzt droht einem Teil des Kunstprojektes ein vorzeitiges Aus. Das zuständige Grünflächenamt hat die Initiative aufgefordert, bis zum 1. September den Container vor dem Laden zu räumen. Grund: er sei eine „ständige Gefahrenstelle", greife massiv in den fließenden Verkehr ein, habe zu „erheblichen Problemen" geführt, die nur durch einen „überdurchschnittlichen Einsatz der Ordnungsbehörden" behoben worden seien, heißt in einem Behördenschreiben.

Die Argumente des Grünflächenamtes kann Lilian Engelmann nur schwer nachvollziehen. Sie ist eine der Initiatoren der Anwohnerprotestes und betreibt einen gemeinnützigen Kunstraum in der Rosa-Luxemburg-Strasse. Sie sitzt in ihrem Büro, vor ihr liegt das Behördenschreiben. Sie sagt, dass sie sich in ihrer Arbeit „torpediert" fühle. In der Rosa-Luxemburg-Strasse habe es in der Vergangenheit monatelange Baustellen gegeben, die viel massiver als der Container in den Verkehr eingegriffen hätten.

Aus Sicht der Initiative sei „Tønsberg" Bestandteil der rechtsextremen Szene Berlins, das hier verkaufte Modelabel „Thor Steinar" sei durch den Verfassungsschutz eindeutig als „identitätsstiftendes Merkmal" von Neonazis identifiziert worden. „Der von unserer Seite aus nur minimale Eingriff in den Straßenverkehr und die Belegung eines Stellplatzes halten wir für diese Aufklärungsarbeit für durchaus vertretbar. Engelmann sagt, dass sie eine eindeutige „politische Unterstützung" der Behörden vermisse: „Hier geht es schließlich um den Kampf gegen Rechtsextremismus."

Doch die Ordnungsbehörden sorgen sich nicht nur um den fließenden Verkehr. Sie argumentieren auch mit Beschwerden des Ladenbetreibers des Modeladens. Der fühle sich in der Ausübung seines Gewerbes „gestört" und durch den Container „behindert" – eine Argumentation, die Lilian Engelmann „erstaunlich" findet. Ihr gegenüber hat der Betreiber des Ladens nämlich seinen „Dank" dafür ausgedrückt, dass durch die Protestaktion die Umsätze gestiegen seien – verbunden mit Beleidigungen und Bedrohungen gegen Mitglieder der Initiative. Deshalb läuft gerade ein Ermittlungsverfahren wegen Hausfriedensbruch gegen ihn.

Es ist nicht das Einzige. Der Norwegische Staat klagt wegen der gesetzwidrigen Verwendung der Norwegischen Flagge, der Vermieter von „Tønsberg", ein Iranischer Geschäftsmann aus Hamburg klagt auf Räumung: auch er möchte keine Anlaufstelle für Berliner Rechtsextremisten in seinem Haus. Eröffnet wird die Verhandlung am 30. September vor dem Potsdamer Landgericht. Lilian Engelmann hofft, dass der Container dann noch steht.

Mittwoch, 13. August 2008

Filme gegen Rechts - Festival am 15./16.August



Bisher standen unsere drei Container verschlossen entlang der Rosa-Luxemburg-Straße: Als sichtbarer Protest gegen den Modeladen »Toensberg«. Hier informieren wir über die Dresscodes Rechtsextremer und über die Geschichte des Scheunenviertels während der NS-Zeit.

Am Freitag, 15. August und am Samstag, 16. August werden die Container nun für die Kurzfilmreihe »Filme gegen Rechts« geöffnet. Zu sehen sind Dokumentationen, Kurzfilme, Animationen, Reportagen und Clips, die sich mit Rassismus, Ausgrenzungen, Alt- und Neonazis beschäftigen.

Neben dem Dokumentarfilm »Berlin Ecke Volksbühne« der Grimmepreisträgerin Britta Wauer, in dem vor allem die Geschichte des Rosa-Luxemburg-Platzes in den 1930er Jahren erzählt wird, ist auch der Film »Was bleibt« von Gesa Knolle und Birthe Templin zu sehen, der der Frage nach geht, wie die NS-Zeit bis heute seelische Verheerungen bei Opfern versacht, Beide Filme werden im Container in der Rosa-Luxemburg-Straße Ecke Weydingerstraße gezeigt.

In den beiden anderen Containern (Parkstreifen Rosa-Luxemburg-Straße 18 und Bürgersteig Rosa-Luxemburg-Straße Ecke Memhardtstraße) sind Reportagen über die neuen NPD-Frauen, Alltagsdiskriminierung und über Rechtsextremismus in Berlin und eine Menge Überrraschungen und satirische Attacken gegen Nazis zu sehen.

Öffnungszeiten:

Freitag, 15. August 2008, 15 - 19 Uhr/Samstag, 16. August 2008, 11 - 19 Uhr

Ort: In den Containern entlang der Rosa-Luxemburg-Straße

Mittwoch, 6. August 2008

Neuer Artikel über MITTE GEGEN RECHTS

Die Berliner Morgenpost hat jetzt über uns geschrieben: Hier

Montag, 28. Juli 2008

Schüler gegen "Thor Steinar"

"Thor Steinar ist eindeutig rechter Lifestyle", sagt der 18-jährige Schüler Lukas Holfeld aus Weimar. Seit er von Neonazis, die den alldeutschen Runen-Schick "made in China" trugen, verprügelt wurde, engagiert er sich noch stärker gegen die Kleidungsmarke. Mehr hier

Samstag, 26. Juli 2008

Hakenkreuze und SS-Runen in der Rosa-Luxemburg-Strasse


Oben das alte Logo der Marke, unten das Neue.
Wenn das alte Logo leicht schräg nach rechts
gekippt wird, sind eindeutig zwei "SS-Runen"
zu erkennen.

In der Nacht vom 23. Juli wurde "Tønsberg" in der Rosa-Luxemburg-Straße von Unbekannten mit Symbolen des untergegangenen NS-Unrechtsregimes beschmiert. Polizisten bemerkten, dass auf den Schaufensterscheiben und an der Ladentür Hakenkreuze und Runenzeichen gesprüht worden waren. Ob die Täter Sympathisanten oder Gegner der dort verkauften Marke "Thor Steinar" sind, ist unklar. Der Staatsschutz ermittelt.

Mittwoch, 23. Juli 2008

"Thor Steinar" zu Putzlappen


Hier ist noch Platz für "Thor Steinar"
Foto: Flickr

Nicht nur in der Rosa-Luxemburg-Strasse in Berlin, sondern auch in anderen Städten Deutschlands wird „Thor Steinar“ angeboten. In Magdeburg, wehren sich Anwohner ebenfalls gegen den Verkauf von Kleidung, die laut Verfassungsschutz im rechtsextremen Milieu gerne getragen wird. Bereits im Mai stellten sie einen Altkleidercontainer vor der „Grünen Zitadelle“ Magdeburg auf. Aufschrift: “Thor Steinar zu Putzlappen.”

Dienstag, 22. Juli 2008

Hausbesuch von "Thor Steinar"


Kunden und Träger der Marke "Thor Steinar"
Foto: dpa


Seit Mai 2008 protestiert die Initiative MITTE GEGEN RECHTS gegen die Verbreitung von rechtem Gedankengut in Berlin Mitte - mit friedlichen Mitteln. Diejenigen, gegen die sich dieser Protest richtet, scheinen ein anderes Verständnis von Auseinandersetzung zu haben. Mehr unter diesem Link

MITTE GEGEN RECHTS wird auch in Zukunft jede Bedrohung ihrer Mitglieder öffentlich machen.

Samstag, 19. Juli 2008

Villa mit Seeblick für den Chef von "Thor-Steinar"

Der Absatz von T-Shirts made in china zum deutschen Inlandspreis von € 34,50 lohnt sich. Da kann man auch einmal aus dem Vollen schöpfen. Uwe Meusel, Produzent von Mode, die der Landesverfassungsschutz ein „szenetypisches Erkennungsmerkmal“ von Rechtsextremen nennt, baut sich gerade eine 650 Quadratmeter große Pracht-Villa. Anwohner befürchten, dass hier ein NPD-Schulungszentrum entstehen wird. Mehr dazu hier und hier.

Freitag, 18. Juli 2008

Textilien gegen Rechts


Foto: mixmilch/flickr
Textil läßt sich nicht nur mit Runen oder Wehrmachtwaffen bedrucken: die schwarze MITTE GEGEN RECHTS-Tasche ist praktisch, sieht gut aus und unterstützt Protest gegen Menschen, die rechte Ideologien zu kommerziellen Zwecken ausbeuten.
Die Tasche ist in zahlreichen Läden in der Rosa-Luxemburg-Strasse zu kaufen - für 8€. Ein wesentlicher Teil des Geldes fließt in unseren Protest - für eine weltoffene, bunte und multikulturelle Mitte.

Neue Artikel über MITTE GEGEN RECHTS

Verschiedene Medien berichten jetzt über die Verlegung: Berliner Zeitung, junge Welt, Lausitzer Runschau , Mut gegen rechte Gewalt (Der Stern), und taz.

Donnerstag, 17. Juli 2008

Stolpersteine gegen Rechts


Klezmersänger Mark Aizikovitch singt für die NS-Opfer
Fotos: MITTE GEGEN RECHTS

Mit geschlossen Augen steht Mark Aizikovitch, massiv, wallende Locken und Vollbart, neben dem Tønsberg-Laden in der Rosa-Luxemburg-Strasse 18. In der rechten Hand hält er ein Mikrofon und singt mit tiefer Stimme ein jiddisches Lied.

Das Lied, dass der Klezmermusiker jetzt singt, wurde einst von einem KZ-Häftling komponiert. Heute erklingt es in Erinnerung an sieben andere Opfern des Holocaust, die einst in der Hausnummer 18 wohnten und 1942/43 von den Nazis deportiert und ermordet wurden. An sie erinnern seit dem 7. Juli sieben messingfarbene „Stolpersteine“, die Anwohner und Gewerbetreibende der Rosa-Luxemburg-Strasse initiiert haben.


Reges Interesse für die Ausstellung

Rund 80 Menschen, darunter Bezirksbürgermeister Christian Hanke (SPD), haben sich heute in der Rosa-Luxemburg-Strasse versammelt, um die „Stolpersteine“ mit einer kleinen Feier einzuweihen. „Wir wollen so ein Zeichen gegen die Verbreitung von rechten Gedanken und die Kommerzialisierung des Nationalsozialismus in unserem Kiez setzen“, sagte eine Rednerin.

Auch Bezirksbürgermeister Christian Hanke, machte in einem Grußwort deutlich, dass es wichtig sei, Versuche, die NS-Ideologie erneut zu legitimieren, zurückzuweisen. „Hier kommt es gerade auf das Engagement jedes Einzelnen an. Die Mitte der Gesellschaft muss sich geschlossen gegen die Rechten stellen.“

Gleichzeitig mit der Einweihung der „Stolpersteine“ übergaben die Initiatoren auch eine kleine Ausstellung der Öffentlichkeit, in der das Schicksal der NS-Opfer dokumentiert wurde.
Am Abschluss der Feier, in der auch die Biographien der Deportierten vorgelesen wurden, sang der Kantor der Jüdischen Gemeinde, Simon Zkorenblut, je einen Psalm und das Kaddisch, das jüdische Totengebet.


Kantor Skorenblut singt das Kaddisch

Dann legte die Initiative MITTE GEGEN RECHTS einen Blumenkranz neben einen der Stolpersteine. „Jutta Rosentreter, geb. 1934, ermordet 1942 in Riga“, steht dort. Lesbar für jeden Passanten.

Mittwoch, 9. Juli 2008

Einladung zur Gedenkveranstaltung am 17. Juli


Erste Passanten lesen die Inschriften auf den "Stolpersteinen"
Foto: MITTE GEGEN RECHTS

Am 7. Juli hat MITTE GEGEN RECHTS sieben Stolpersteine verlegen lassen, die an die jüdische Bewohnerschaft erinnern, die 1942/43 aus dem Haus Nr. 18 deportiert wurde.

Am 17. Juli um 17 h (Treffpunkt vor dem Haus Nr. 18). werden diese Gedenksteine im Beisein von Bezirksbürgermeister Christian Hanke (SPD) eingeweiht.

Wir möchten alle Menschen in dieser Stadt einladen, daran teilzunehmen.

Gleichzeitig wird eine Freiluftaufstellung zum Schicksal der sieben jüdischen Opfer der Öffentlichkeit übergeben. Das ursprüngliche Ziel der Initiative, diese Ausstellung in den Fenster eines seit Monaten leerstehenden Ladengeschäftes neben »TØNSBERG« anzubringen, hat der Vermieter trotz mehrfacher Bitten abgelehnt. Er bezeichnet sich als "unpolitisch."

MITTE GEGEN RECHTS denkt, dass die Erinnerung an die Millionen Opfer eines verbrecherischen Regimes nichts mit Politik zu tun hat, sondern ein allen Menschen wichtiges Anliegen darstellen sollte. Deshalb engagieren wir uns.

Montag, 7. Juli 2008

Sieben Stolpersteine

Seit heute erinnern sieben "Stolpersteine" des Künstlers Gunter Demnig (hier ein Interview zu seiner Arbeit) an jüdische Berliner, die einst in der Rosa-Luxemburg-Str. 18 wohnten:



Jenny Glück, Minna und Jacob Joelsohn, Klara und Adolf Rosentreter und ihre beiden Kinder Jutta und Hans, wurden ab 1942 durch das NS-Regime in KZs verschleppt und dort ermordet. An ihr Schicksal möchte MITTE GEGEN RECHTS erinnern.


Gerade vor dem Hintergrund aktueller Bestrebungen in unserem Kiez, die Symbolwelt des Nationalsozialismus zu kommerziellen Zwecken auszubeuten, möchten wir deutlich machen, was dahinter steckt: Ausgrenzung, Verschleppung und Ermordung von Menschen, die nicht in das Weltbild der Nazis passten.

Sieben Schicksale

Viel ist nicht, was von den sieben Menschen geblieben ist, die w hrend der NS-Zeit ermordet wurden. Doch einiges konnte heraus gefunden werden. An dieser Stellle dokumentieren wir sieben Schicksale. Mitte gegen Rechts bedankt sich herzlich bei der Koordinierungsstelle „Stolpersteine“ im Bezirk-Mitte, der die Daten zu den Opfern recherchiert hat und aufbereitet hat.

Jenny Glück

Jenny Glück wird am 6.8.1893 in Dirschau geboren. Sie ist bis Dezember 1942 Hauptmieterin in einer 6-Zimmer-Wohnung in der Kaiser-Wilhelm Str. 24 (3. Etage Vorderhaus). Sie hatte einige Zimmer ihrer Wohnung an Familie Rosentreter untervermietet (siehe unten), die im Oktober 1942 deportiert wurde. Danach gab Jenny Glück die Wohnung auf und zog bis zu ihrer eigenen Deportation im Februar 1943, zu ihrer Schwester Editha Loewenthal.

Mitte Februar 1943 erhält Jenny Glück dann selbst den Deportationsbefehl zugestellt. In der Vermögenserklärung gibt sie als Familienstand "ledig" an, beschäftigt sei sie als Arbeiterin bei einer Familie Karl Israel Berger.

Laut Deportationsschrieben hat sie sich umgehend im zentralen Sammellager, dem früheren Jüdischen Altersheim, Große Hamburger Str. 26, einzufinden. Ihre noch in der Wohnung ausgefüllte Vermögenserklärung enthält kaum Angaben zu zurückgelassenem Besitz. Nach deren Übergabe im Sammellager erhält sie im Gegenzug die übliche „Verfügung“ der Beschlagnahme allen zurückgelassenen Eigentums „zugunsten des Deutschen Reichs“ ausgehändigt.

Die Zustellungsurkunde trägt das Datum des 17.Februar 1943. Zwei Tage später befindet sich Jenny Glück, ihre Schwester Editha und weitere rund Tausend Berliner Jüdinnen und Juden im Transportzug nach Auschwitz. Ein Schreiben der Gestapo vom 17.11.1943 nennt die Transportnummer: 30200. Dieser „29. Osttransport“ bringt insgesamt 997 Menschen in das Vernichtungslager, darunter 21 Juden aus Hamburg sowie acht deutsche Juden, deren Emigrationsversuch in Finnland gescheitert war.

Von den 997 Passagieren werden in Auschwitz 772 unmittelbar nach der Ankunft ermordet, die übrigen zunächst als Häftlinge in das Lager eingewiesen. In welcher Gruppe sich Jenny Glück befand, ist nicht mehr zu ermitteln.

Familie Rosentreter

Adolf Rosentreter wird am 28.01.1898 in Gollantsch/Posen geboren. Er wohnt im 3. Stock des Hauses Kaiser Wilhelm Str. 24 mit Ehefrau Klara , 29.09.1906, geb. Salomon, und den Kindern Hans (geb. 30.11.1930) und Jutta (geb. 17.11.1934) zur Untermiete in der Wohnung von Jenny Glück.

Adolf Rosentreter ist als Zwangsarbeiter bei der Städtischen Müllbeseitigung angestellt. Am 19.Oktober 1942, rund ein Jahr nach Erlass des generellen Auswanderungsverbots für jüdische Staatsangehörige, wird die gesamte Familie deportiert. Vom Güterbahnhof Moabit aus, verlässt ein Deportationszug mit dem Ziel Riga, Berlin.

Insgesamt fahren 959 Menschen mit, darunter 140 Kinder unter 10 Jahren - dabei auch Gert Rosenthal, der Bruder des späteren Showmasters Hans Rosenthal. Der „21. Osttransport“ besteht ausschließlich aus Berlinerinnen und Berlinern. Er ist einer von sieben Großtransporten, die Oktober/November das Ghetto Riga als Ziel haben, da andere Stationen der „Endlösung“ wie Auschwitz, Sobibor, Belzec oder Treblinka ihre Aufnahmekapazitäten erschöpft haben. So fahren allein aus Berlin in diesen Wochen über 3000 Menschen in das Ghetto von Riga.

Dorthin werden nach 3-tägiger Fahrt auch Klara Rosentreter und ihre 7-jährige Tochter Jutta gebracht und gleich nach der Ankunft ermordet. Das nähere Schicksal von Adolf Rosentreter sowie seines Sohnes ist dagegen heute nicht mehr eindeutig zu klären. Wurde auch der 11-jährige Sohn Hans - wie fast alle Passagiere - unmittelbar nach der Ankunft an den Todesgruben im benachbarten Waldstück erschossen?

Gelang es Adolf Rosentreter - zusammen mit weiteren 80 Männern des Transports - in ein Arbeitskommando zu kommen, das bei Ausbauarbeiten eines Schlachthofs in Riga eingesetzt war? Oder leistete er wie die meisten der ca. 13000 Ghetto-Bewohner noch eine Zeitlang weitere Zwangsarbeit - etwa beim Hafenausbau oder der Erweiterung des nahegelegenen Lagers Salaspils? Geriet er später bei der Auflösung des Ghettos bis Herbst 1943 in das neue KZ-Kaiserwald? Oder wurde er - wie viele andere - 1944 in das KZ Stutthof deportiert und dort getötet? Fragen bleiben offen, doch sein endgültiges Schicksal dürfte gewiss sein: Von 959 Menschen überlebten nur 17 die Deportation; Mitglieder der Familie Rosentreter sind nicht dabei.

In Berlin geht die deutsche Verwaltungsmaschine nach der Deportation ihren Gang und zeigt wie der NS-Staat auch noch von seinen Opfern profitierte. Am 26.11.1942 teilt die Oberfinanzkasse der Vermögensverwertungsstelle mit, dass Adolf Rosentreters ausstehender Lohnanteil für Okt. 1942 von 49,37 RM verbucht sowie als dem Reich verfallen erklärt wurde.

Am 3.5.1943 bittet die Hausverwaltung der Kaiser Wilhelm Str. 24 den Oberfinanzpräsident Berlin-Brandenburg, die Räumung der noch versiegelten Zimmer der „Judenwohnung Jenny Glück“ anzuordnen sowie bis zum Zeitpunkt der Räumung anfallenden Mieten zu überweisen. Die Firma bestätigt in dem Schriftstück auch, dass in der Wohnung der Hauptmieterin Jenny Glück die Fam. Rosentreter bis zu deren „Evakuierung“ (Okt. 1942) gewohnt habe.

Am 11.5.1943 erfolgt die „Aufnahme und Bewertung“ der „beschlagnahmten Gegenstände des evakuierten Juden Adolf Rosentreter.“ Die Gegenstände werden von einem Gebrauchtwarenhändler mit 30% Wertnachlass übernommen. Insgesamt erbringt die Deportation der Familie Rosentreter für das Deutsche Reich einen Reinerlös von 442,97 RM.

Am 22.6.1943 wird die Wohnung Jenny Glück/Familie Rosentreter von der Vermögensverwertungsstelle dem „Hauptplanungsamt des Oberbürgermeisters der Reichshauptstadt Berlin“ als geräumt erklärt.

Minna und Jakob Joelsohn

Jakob Joelsohn wird in Pammin bei Arnswalde am 2.Feb. 1877 geboren. Er lebt bis 6.3.1934 im Kreis Arnswalde, die dortige Sparkasse führt den Inhaber eines kleinen Sparguthabens als „Kaufmann.“ Im März 1934 zieht er mit seiner Ehefrau Minna,- 10.10.1872, geb. Jonas - nach Berlin-Charlottenburg.

Hier in dieser selbstgewählten Wohnung im gutbürgerlichen Charlottenburg scheint das Ehepaar drei Jahre gelebt zu haben. Am 1.4.1937 beziehen Jakob und Minna Joelsohn dann ihre letzte Wohnung: in der Kaiser-Wilhelm-Str. 24. Hier leben sie in höchst beengten Verhältnissen einer 1-Zimmer-Wohnung mit Küche und Kelleranteil. Der 64-jährige geht - wie auch seine Ehefrau Minna - zum Zeitpunkt der Deportation keiner beruflichen Tätigkeit nach.

In den letzten Oktobertagen 1941 erhält das Ehepaar den Befehl, sich in der Sammelstelle Levetzowstr. 7 einzufinden. Mitnehmen auf die Reise nach Osten dürfen sie Kleidung und persönliche Gegenstände bis max. 50 kg Gesamtgewicht sowie Proviant für mehrere Tage. Die zugestellte „Vermögenserklärung“ füllen Jakob und Minna Joelsohn noch kurz vor dem Verlassen ihrer Wohnung aus. In dem 16seitigen Formular sind alle zurückgelassenen Einrichtungsgegenstände, Kleidungsstücke und persönliche Wertsachen zu deklarieren.

Als sie die Erklärung am 30.10.1941 im Sammellager abgeben, erhalten sie im Gegenzug umgehend die „Verfügung“ über die Einziehung allen zurückgelassenen Besitzes „zugunsten des Deutschen Reiches“ durch den Obergerichtsvollzieher ausgehändigt. Zwei Tage später geht der Transport ins Ghetto Litzmannstadt (Lodz). Es ist der 18. Transport nach dem Osten (in NS-Bürokratensprache: „Welle IV“) mit über 1000 Passagieren.

Im Ghetto wird die fast 70-jährige Minna Joelsohn die katastrophalen Zustände - völlig überfüllte Elendsquartiere, Hungersnot, Epidemien - nur wenige Monate überleben; sie stirbt am 17.März 1942. Wenige Wochen später - am 9. Mai 1942 - wird Jakob Joelsohn zusammen mit Hunderten anderer Ghetto-Insassen in das nahegelegene Vernichtungslager Kulmhof/Chelmno deportiert. Dort werden im Zeitraum Jan.-Sep. 1942 über 70000 Menschen aus dem Ghetto durch Gas getötet.

Seit dem 7.Juli erinnern sieben „Stolpersteine“ an die ermordeten Bewohner des Hauses Rosa-Luxemburg-Strasse. Als Mahnmal für die deutsche Vergangenheit und als Warnung davor, was wieder geschehen kann, wenn die NS-Zeit verklärt wird oder aus kommerziellem Interesse instrumentalisiert wird.

Quellen:

Allgemeines:

Brandenburgisches Landeshauptarchiv Potsdam/Bestand Rep. 36A (Oberfinanzpräsident Berlin-Brandenburg, II)

Gedenkbuch Berlins für die jüdischen Opfer des Nationalsozialismus; Datenbank Gedenkstätte Yad Vashem/Israel

A. Gottwald/D. Schulle: Die „Judendeportationen“ aus dem Deutschen Reich 1941-1945 (Wiesbaden 2005)

Spezielles:

Landeshauptarchiv Brandenburg, Akte Rep 36 A II / Nr. 24234 (Akte Editha Loewenthal)
Landeshauptarchiv Brandenburg,Akte Rep. 36 A II / Nr. 32132 (Akte Familie Rosentreter)
Landeshauptarchiv Brandenburg, Akte Rep 36 A II / Nr. 17624 (Akte Familie Joelsohn)

Sonntag, 15. Juni 2008

Fotos

Auf Flickr gibt es Fotos rund um unsere Aktion : Klick

Dienstag, 10. Juni 2008

Video

Auch Watch Berlin berichtet über unsere Container : Hier

Freitag, 30. Mai 2008

Aktion gestartet




Sie stehen und das ist gut so: Seit Freitagmorgen klären zwei Container über die jüdische Geschichte des Kiezes und Rechtsextremismus auf. Berliner Zeitung, Frankfurter Rundschau, Neues Deutschland, Welt, Berliner Kurier, taz, junge Welt, ZEIT, Jüdische Allgemeine, Berliner Morgenpost und Focus haben bereits über die Aktion berichtet.

Doch die Aktion ist weiter auf Ihre Hilfe angewiesen: Unterstützen Sie den kreativen Protest mit einer kleinen Spende:


Spendenkonto: Amadeu Antonio Stiftung Stichwort “Thor Steinar” Deutsche Bank Bensheim Konto: 030331330 BLZ: 509 700 04



(Auf Wunsch werden steuerabzugsfähige Spendenquittung erstellt)
Herzlichen Dank!

Samstag, 24. Mai 2008

Einladung zu unserem Straßenfest

Am Samstag, den 31.05 werden wir unsere Protestcontainer den Menschen in unserer Stadt vorstellen. Dazu gibt es ab 14 h ein Straßenfest mit Musik. Wir freuen uns auf euch!

Sonntag, 18. Mai 2008

!Spenden!










Die Anwohner-Initiative wird demnächst in der Rosa-Luxemburg-Strasse mit Containern, die als Forum dienen sollen, gegen rechte Umtriebe im Scheunenviertel protestieren.

Wir wollen drei Dinge erreichen:

1) Wir wollen über die Vergangenheit unseres Kiezes aufklären. Wir wollen zeigen, wie Menschen in der Zeit des Nationalsozialismus wegen ihres Glaubens, ihrer politischen Orientierung oder einfach deshalb, weil sie nicht in das Weltbild der Nazis passten, zuerst ausgegrenzt und später ermordet wurden.

2) Wir wollen darüber aufklären, wie heutige Nazis neue Strategien entwickeln, um sich in der Mitte unserer Gesellschaft einzunisten. Wir wollen neue rechte Kleidungscodes und die Schauplätze des modernen Rechtsextremismus entlarven, um sie so erfolgreich zu bekämpfen

3) Wir wollen allen Anwohner ein Forum bieten, auf dem sie ihren Protest gegen rechtsextreme Umtriebe in ihrer Nachbarschaft Ausdruck verleihen können.

Für die Finanzierung dieses Projektes bitten wir Sie um Spenden, näheres finden Sie auf der Homepage der Amadeu-Antonio-Stiftung: Hier

Freitag, 16. Mai 2008

Blümchenshorts des Bösen

Ausgrechnet die taz: dort diskreditiert Burkhard Schröder Protest gegen die Marke: Hier

Die netten Nazis

Rechtsextreme sehen nicht immer so aus, wie man sie sich vorstellt. Sie sind auch nicht immer so dumpf, wie man sie gerne hätte. Einige von ihnen studieren sogar. Thor Steinar tragen sie auch: Hier

Freitag, 25. April 2008

Weg damit

In Frankfurt/Oder hat die Bahn einem Laden gekündigt, der die Marke Thor Steinar verkauft.
Mehr über diese richtige Entscheidung hier

Dienstag, 8. April 2008

"Thor Steinar" hat Babys im Blick











"Thor Steinar“ plant Kinderkleidung anzubieten. Das Brandenburger Unternehmen organisiert also eine Rundum-Versorgung für Rechte. Mehr

Montag, 31. März 2008

Thor Steinar kompakt - was steckt dahinter?











Mut gegen rechte Gewalt
, hat noch einmal die Argumente, die für eine Zuordnung der Marke zur rechten Szene, besprechen, zusammen gefasst. Mehr

Auch in Dresden ist Thor Steinar aktiv

In der Dresdener Innenstadt ist ebenfalls eine Filiale von "Tönsberg". Hier ist der Protest aber ziemlich eingeschlafen. Ein kurzer Text dazu Hier

Spiegel über unsere Initiative

Der Spiegel berichtet in seiner Oster-Ausgabe über den Protest gegen Tönsberg: Hier

Rechts über den Thor-Steinar-Protest

Die Berliner Wochenzeitung Junge Freiheit, die aufgrund ihrer Rechtslastigkeit zeitweise vom Verfassungschutz NRW beobachtet wurde, brachte am 22. 2. einen Artikel über den Tönsberg-Laden. Das ganze einmal aus einer anderen Perspektive: Hier

Sonntag, 30. März 2008

Thor Steinar auch im Saarland aktiv

Auch im Westen sorgt Thor Steinar für Unruhe. Ein Geschäft, das die Marke vertreibt, macht Anwohnern Sorgen. Mehr hier

Nazischlägern mit Thor Steinar

Die Geschichte von "Ronny F", dem Nazi-Schläger und Thor-Steinar-Träger und seinem Opfer: Hier

Norwegen macht mobil

Norwegen will nichts mit "Thor Steinar" zu tun haben. Seit November klagt das Königreichgegen die Verwendung seiner Flagge auf Produkten, die sich bei Rechtsradikalen hoher Beliebtheit erfreuen. Am 21. April steht der Inhaber der Marke, Uwe Meusel deswegen vor Gericht. Mehr hier

Nazi-Altlasten im Kiez

Kaum Proteste gegen «Harakiri»: ein Neonazi-Laden ist seit 1994 in Prenzlauer Berg präsent - Bürgermeister sieht keine Handhabe. Mehr auf Berlinonline

taz schreibt über uns

Die taz berichtet in ihrer heutigen Ausgabe über unsere Protestplanungen. Der volle Artikel hier

Thor Steinar wird kopiert

Das Geschäft mit Kleidung, die Rechten gefällt, ist offenbar profitabler als gedacht: Mit "Erik and Sons" ist ein Kleidungslabel aufgetaucht, das die Symbolik von "Thor Steinar" kopiert. Mehr in der heutigen taz

Fussball gucken ohne Anklänge an Nazi-Symbolik

Auch beim Fußballclub Hertha BSC haben Thor-Steinar-Träger keine Chance, meldet die Berliner Zeitung in ihrer heutigen Ausgabe. "Mit dieser Kleidung kommt bei uns keiner ins Stadion", sagte Hertha-Sprecher Hans-Georg Felder dem Blatt. Darauf werde bei allen Zugangskontrollen seit 2006 geachtet.

Beim EHC Eisbären gilt Thor Steinar ebenfall als "unerwünschte Kleidung", sagte Sprecher Daniel Goldstein. Noch würden Besucher in dieser Kleidung verwarnt und aufgefordert, sie beim nächsten Besuch nicht zu tragen. Wenn die Eisbären in ihre neue Spielstätte O2-World zieht, wird das Markenverbot in der Satzung verankert.

Der volle Artikel: hier

Infos zum "Runden Tisch"

Die taz bringt in ihrer Ausgabe vom 16. März einen Artikel über den "Runden Tisch" mit dem Bezirksbürgermeister. Der Artikel ist hier zu lesen

Distanzierung von Gewalt












So nicht: Gewalt ist immer sinnlos

Am Freitag, den 14. März haben Maskierte den Kleiderladen "Tönsberg" mit Plastersteinen beworfen und mit Farbeuteln angegriffen.

Es ist bereits der achte, sinnlose Anschlag dieser Art. Dieser Anschlag ist umso sinnloser als dass diesmal auch ein völlig Unbeteiligter wie der neu eröffnete Laden "Häftling" attakiert wurde.

Die Initative vor Ort, die "Tönsberg" mit friedlichen Mitteln zu einer Schließung ihrer Filiale bringen möchte, verurteilt diese Form der Gewalt nachhaltig.

Wir denken, dass man nur mit friedlichen Mitteln divergierende Meinungen austragen sollte.

Und das tun wir.

Hausverbot für Thor Steinar

Auch im Bundestag ist Thor Steinar nicht erwünscht. Wie jetzt bekannt wurde, erteilte man einem Mitarbeiter das Verbot, im Dienst mit Kleidern des Labels zu erscheinen. Kleider machen eben Nazis. Näheres im heutigen Tagesspiegel hier

Beschluss

Die Bezirksverordnetenversammlung Mitte hat am 22. Februar einstimmig einen Beschluss zum Thor-Steiner-Laden gefasst: Hier das wichtigste:

Die Bezirksverordnetenversammlung (BVV) von Berlin-Mitte wendet sich gegen Bestrebungen der rechtsextremen Szene, mit scheinbar gewöhnlichem Auftreten in die Mitte der Gesellschaft vorzudringen. Sie begrüßt deshalb die Entscheidung des Vermieters des Ladenlokals in der Rosa-Luxemburg-Straße 18, den Vertrag mit den Betreibern des dortigen „Tönsberg"-Ladens zu kündigen.

Da ein längerer Rechtsstreit um die Wirksamkeit der Kündigung zu befürchten ist, fordert die Bezirksverordnetenversammlung von Berlin-Mitte alle Berlinerinnen und Berliner auf, weiterhin gewaltfrei gegen den Laden zu protestieren und unterstützt friedliche Anwohnerinitiativen gegen das Geschäft.