Am 01.02.08 hat in der Rosa-Luxemburg-Str. 18 das Geschäft "TØNSBERG" eröffnet, das eine große Produktbandbreite der Bekleidungsmarke "Thor Steinar" anbietet - ein Modelabel, das offensichtlich unter Rechtsextremen beliebt ist und durch den Verfassungsschutz als szenetypisches Erkennungs- sowie Abgrenzungsmerkmal bezeichnet wird.
Gewerbetreibende und Anwohner der Rosa-Luxemburg-Strasse haben deshalb eine Initiative gegründet, um auf künstlerischem Wege gegen den Laden zu protestieren.
Wir möchten deutlich machen, dass es sich hier nicht nur um ein politisches, sondern auch um ein soziales Problem handelt, das die Mitte unserer Gesellschaft erreicht hat.
Die Initiative "Mitte gegen Rechts" fordert deshalb ihren Raum zurück und möchte klarstellen, dass moderner Rechtsextremismus kein abstraktes Problem ist, dessen man sich durch reine Meinungsbildung entledigen kann, sondern gegen das man sich aktiv positionieren muss.
Im Oktober 2008 hat das Landgericht Berlin entschieden, dass "Thor Steinar" - und damit die Protex GmbH, ihren Vermieter getäuscht hat. Im Juni 2009 wurde das bestätigt. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig. Doch eines ist sicher: die Verherrlichung der Nazi-Zeit wird in Berlin-Mitte bald der Vergangenheit angehören.
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