Montag, 28. Juli 2008

Schüler gegen "Thor Steinar"

"Thor Steinar ist eindeutig rechter Lifestyle", sagt der 18-jährige Schüler Lukas Holfeld aus Weimar. Seit er von Neonazis, die den alldeutschen Runen-Schick "made in China" trugen, verprügelt wurde, engagiert er sich noch stärker gegen die Kleidungsmarke. Mehr hier

Samstag, 26. Juli 2008

Hakenkreuze und SS-Runen in der Rosa-Luxemburg-Strasse


Oben das alte Logo der Marke, unten das Neue.
Wenn das alte Logo leicht schräg nach rechts
gekippt wird, sind eindeutig zwei "SS-Runen"
zu erkennen.

In der Nacht vom 23. Juli wurde "Tønsberg" in der Rosa-Luxemburg-Straße von Unbekannten mit Symbolen des untergegangenen NS-Unrechtsregimes beschmiert. Polizisten bemerkten, dass auf den Schaufensterscheiben und an der Ladentür Hakenkreuze und Runenzeichen gesprüht worden waren. Ob die Täter Sympathisanten oder Gegner der dort verkauften Marke "Thor Steinar" sind, ist unklar. Der Staatsschutz ermittelt.

Mittwoch, 23. Juli 2008

"Thor Steinar" zu Putzlappen


Hier ist noch Platz für "Thor Steinar"
Foto: Flickr

Nicht nur in der Rosa-Luxemburg-Strasse in Berlin, sondern auch in anderen Städten Deutschlands wird „Thor Steinar“ angeboten. In Magdeburg, wehren sich Anwohner ebenfalls gegen den Verkauf von Kleidung, die laut Verfassungsschutz im rechtsextremen Milieu gerne getragen wird. Bereits im Mai stellten sie einen Altkleidercontainer vor der „Grünen Zitadelle“ Magdeburg auf. Aufschrift: “Thor Steinar zu Putzlappen.”

Dienstag, 22. Juli 2008

Hausbesuch von "Thor Steinar"


Kunden und Träger der Marke "Thor Steinar"
Foto: dpa


Seit Mai 2008 protestiert die Initiative MITTE GEGEN RECHTS gegen die Verbreitung von rechtem Gedankengut in Berlin Mitte - mit friedlichen Mitteln. Diejenigen, gegen die sich dieser Protest richtet, scheinen ein anderes Verständnis von Auseinandersetzung zu haben. Mehr unter diesem Link

MITTE GEGEN RECHTS wird auch in Zukunft jede Bedrohung ihrer Mitglieder öffentlich machen.

Samstag, 19. Juli 2008

Villa mit Seeblick für den Chef von "Thor-Steinar"

Der Absatz von T-Shirts made in china zum deutschen Inlandspreis von € 34,50 lohnt sich. Da kann man auch einmal aus dem Vollen schöpfen. Uwe Meusel, Produzent von Mode, die der Landesverfassungsschutz ein „szenetypisches Erkennungsmerkmal“ von Rechtsextremen nennt, baut sich gerade eine 650 Quadratmeter große Pracht-Villa. Anwohner befürchten, dass hier ein NPD-Schulungszentrum entstehen wird. Mehr dazu hier und hier.

Freitag, 18. Juli 2008

Textilien gegen Rechts


Foto: mixmilch/flickr
Textil läßt sich nicht nur mit Runen oder Wehrmachtwaffen bedrucken: die schwarze MITTE GEGEN RECHTS-Tasche ist praktisch, sieht gut aus und unterstützt Protest gegen Menschen, die rechte Ideologien zu kommerziellen Zwecken ausbeuten.
Die Tasche ist in zahlreichen Läden in der Rosa-Luxemburg-Strasse zu kaufen - für 8€. Ein wesentlicher Teil des Geldes fließt in unseren Protest - für eine weltoffene, bunte und multikulturelle Mitte.

Neue Artikel über MITTE GEGEN RECHTS

Verschiedene Medien berichten jetzt über die Verlegung: Berliner Zeitung, junge Welt, Lausitzer Runschau , Mut gegen rechte Gewalt (Der Stern), und taz.

Donnerstag, 17. Juli 2008

Stolpersteine gegen Rechts


Klezmersänger Mark Aizikovitch singt für die NS-Opfer
Fotos: MITTE GEGEN RECHTS

Mit geschlossen Augen steht Mark Aizikovitch, massiv, wallende Locken und Vollbart, neben dem Tønsberg-Laden in der Rosa-Luxemburg-Strasse 18. In der rechten Hand hält er ein Mikrofon und singt mit tiefer Stimme ein jiddisches Lied.

Das Lied, dass der Klezmermusiker jetzt singt, wurde einst von einem KZ-Häftling komponiert. Heute erklingt es in Erinnerung an sieben andere Opfern des Holocaust, die einst in der Hausnummer 18 wohnten und 1942/43 von den Nazis deportiert und ermordet wurden. An sie erinnern seit dem 7. Juli sieben messingfarbene „Stolpersteine“, die Anwohner und Gewerbetreibende der Rosa-Luxemburg-Strasse initiiert haben.


Reges Interesse für die Ausstellung

Rund 80 Menschen, darunter Bezirksbürgermeister Christian Hanke (SPD), haben sich heute in der Rosa-Luxemburg-Strasse versammelt, um die „Stolpersteine“ mit einer kleinen Feier einzuweihen. „Wir wollen so ein Zeichen gegen die Verbreitung von rechten Gedanken und die Kommerzialisierung des Nationalsozialismus in unserem Kiez setzen“, sagte eine Rednerin.

Auch Bezirksbürgermeister Christian Hanke, machte in einem Grußwort deutlich, dass es wichtig sei, Versuche, die NS-Ideologie erneut zu legitimieren, zurückzuweisen. „Hier kommt es gerade auf das Engagement jedes Einzelnen an. Die Mitte der Gesellschaft muss sich geschlossen gegen die Rechten stellen.“

Gleichzeitig mit der Einweihung der „Stolpersteine“ übergaben die Initiatoren auch eine kleine Ausstellung der Öffentlichkeit, in der das Schicksal der NS-Opfer dokumentiert wurde.
Am Abschluss der Feier, in der auch die Biographien der Deportierten vorgelesen wurden, sang der Kantor der Jüdischen Gemeinde, Simon Zkorenblut, je einen Psalm und das Kaddisch, das jüdische Totengebet.


Kantor Skorenblut singt das Kaddisch

Dann legte die Initiative MITTE GEGEN RECHTS einen Blumenkranz neben einen der Stolpersteine. „Jutta Rosentreter, geb. 1934, ermordet 1942 in Riga“, steht dort. Lesbar für jeden Passanten.

Mittwoch, 9. Juli 2008

Einladung zur Gedenkveranstaltung am 17. Juli


Erste Passanten lesen die Inschriften auf den "Stolpersteinen"
Foto: MITTE GEGEN RECHTS

Am 7. Juli hat MITTE GEGEN RECHTS sieben Stolpersteine verlegen lassen, die an die jüdische Bewohnerschaft erinnern, die 1942/43 aus dem Haus Nr. 18 deportiert wurde.

Am 17. Juli um 17 h (Treffpunkt vor dem Haus Nr. 18). werden diese Gedenksteine im Beisein von Bezirksbürgermeister Christian Hanke (SPD) eingeweiht.

Wir möchten alle Menschen in dieser Stadt einladen, daran teilzunehmen.

Gleichzeitig wird eine Freiluftaufstellung zum Schicksal der sieben jüdischen Opfer der Öffentlichkeit übergeben. Das ursprüngliche Ziel der Initiative, diese Ausstellung in den Fenster eines seit Monaten leerstehenden Ladengeschäftes neben »TØNSBERG« anzubringen, hat der Vermieter trotz mehrfacher Bitten abgelehnt. Er bezeichnet sich als "unpolitisch."

MITTE GEGEN RECHTS denkt, dass die Erinnerung an die Millionen Opfer eines verbrecherischen Regimes nichts mit Politik zu tun hat, sondern ein allen Menschen wichtiges Anliegen darstellen sollte. Deshalb engagieren wir uns.

Montag, 7. Juli 2008

Sieben Stolpersteine

Seit heute erinnern sieben "Stolpersteine" des Künstlers Gunter Demnig (hier ein Interview zu seiner Arbeit) an jüdische Berliner, die einst in der Rosa-Luxemburg-Str. 18 wohnten:



Jenny Glück, Minna und Jacob Joelsohn, Klara und Adolf Rosentreter und ihre beiden Kinder Jutta und Hans, wurden ab 1942 durch das NS-Regime in KZs verschleppt und dort ermordet. An ihr Schicksal möchte MITTE GEGEN RECHTS erinnern.


Gerade vor dem Hintergrund aktueller Bestrebungen in unserem Kiez, die Symbolwelt des Nationalsozialismus zu kommerziellen Zwecken auszubeuten, möchten wir deutlich machen, was dahinter steckt: Ausgrenzung, Verschleppung und Ermordung von Menschen, die nicht in das Weltbild der Nazis passten.

Sieben Schicksale

Viel ist nicht, was von den sieben Menschen geblieben ist, die w hrend der NS-Zeit ermordet wurden. Doch einiges konnte heraus gefunden werden. An dieser Stellle dokumentieren wir sieben Schicksale. Mitte gegen Rechts bedankt sich herzlich bei der Koordinierungsstelle „Stolpersteine“ im Bezirk-Mitte, der die Daten zu den Opfern recherchiert hat und aufbereitet hat.

Jenny Glück

Jenny Glück wird am 6.8.1893 in Dirschau geboren. Sie ist bis Dezember 1942 Hauptmieterin in einer 6-Zimmer-Wohnung in der Kaiser-Wilhelm Str. 24 (3. Etage Vorderhaus). Sie hatte einige Zimmer ihrer Wohnung an Familie Rosentreter untervermietet (siehe unten), die im Oktober 1942 deportiert wurde. Danach gab Jenny Glück die Wohnung auf und zog bis zu ihrer eigenen Deportation im Februar 1943, zu ihrer Schwester Editha Loewenthal.

Mitte Februar 1943 erhält Jenny Glück dann selbst den Deportationsbefehl zugestellt. In der Vermögenserklärung gibt sie als Familienstand "ledig" an, beschäftigt sei sie als Arbeiterin bei einer Familie Karl Israel Berger.

Laut Deportationsschrieben hat sie sich umgehend im zentralen Sammellager, dem früheren Jüdischen Altersheim, Große Hamburger Str. 26, einzufinden. Ihre noch in der Wohnung ausgefüllte Vermögenserklärung enthält kaum Angaben zu zurückgelassenem Besitz. Nach deren Übergabe im Sammellager erhält sie im Gegenzug die übliche „Verfügung“ der Beschlagnahme allen zurückgelassenen Eigentums „zugunsten des Deutschen Reichs“ ausgehändigt.

Die Zustellungsurkunde trägt das Datum des 17.Februar 1943. Zwei Tage später befindet sich Jenny Glück, ihre Schwester Editha und weitere rund Tausend Berliner Jüdinnen und Juden im Transportzug nach Auschwitz. Ein Schreiben der Gestapo vom 17.11.1943 nennt die Transportnummer: 30200. Dieser „29. Osttransport“ bringt insgesamt 997 Menschen in das Vernichtungslager, darunter 21 Juden aus Hamburg sowie acht deutsche Juden, deren Emigrationsversuch in Finnland gescheitert war.

Von den 997 Passagieren werden in Auschwitz 772 unmittelbar nach der Ankunft ermordet, die übrigen zunächst als Häftlinge in das Lager eingewiesen. In welcher Gruppe sich Jenny Glück befand, ist nicht mehr zu ermitteln.

Familie Rosentreter

Adolf Rosentreter wird am 28.01.1898 in Gollantsch/Posen geboren. Er wohnt im 3. Stock des Hauses Kaiser Wilhelm Str. 24 mit Ehefrau Klara , 29.09.1906, geb. Salomon, und den Kindern Hans (geb. 30.11.1930) und Jutta (geb. 17.11.1934) zur Untermiete in der Wohnung von Jenny Glück.

Adolf Rosentreter ist als Zwangsarbeiter bei der Städtischen Müllbeseitigung angestellt. Am 19.Oktober 1942, rund ein Jahr nach Erlass des generellen Auswanderungsverbots für jüdische Staatsangehörige, wird die gesamte Familie deportiert. Vom Güterbahnhof Moabit aus, verlässt ein Deportationszug mit dem Ziel Riga, Berlin.

Insgesamt fahren 959 Menschen mit, darunter 140 Kinder unter 10 Jahren - dabei auch Gert Rosenthal, der Bruder des späteren Showmasters Hans Rosenthal. Der „21. Osttransport“ besteht ausschließlich aus Berlinerinnen und Berlinern. Er ist einer von sieben Großtransporten, die Oktober/November das Ghetto Riga als Ziel haben, da andere Stationen der „Endlösung“ wie Auschwitz, Sobibor, Belzec oder Treblinka ihre Aufnahmekapazitäten erschöpft haben. So fahren allein aus Berlin in diesen Wochen über 3000 Menschen in das Ghetto von Riga.

Dorthin werden nach 3-tägiger Fahrt auch Klara Rosentreter und ihre 7-jährige Tochter Jutta gebracht und gleich nach der Ankunft ermordet. Das nähere Schicksal von Adolf Rosentreter sowie seines Sohnes ist dagegen heute nicht mehr eindeutig zu klären. Wurde auch der 11-jährige Sohn Hans - wie fast alle Passagiere - unmittelbar nach der Ankunft an den Todesgruben im benachbarten Waldstück erschossen?

Gelang es Adolf Rosentreter - zusammen mit weiteren 80 Männern des Transports - in ein Arbeitskommando zu kommen, das bei Ausbauarbeiten eines Schlachthofs in Riga eingesetzt war? Oder leistete er wie die meisten der ca. 13000 Ghetto-Bewohner noch eine Zeitlang weitere Zwangsarbeit - etwa beim Hafenausbau oder der Erweiterung des nahegelegenen Lagers Salaspils? Geriet er später bei der Auflösung des Ghettos bis Herbst 1943 in das neue KZ-Kaiserwald? Oder wurde er - wie viele andere - 1944 in das KZ Stutthof deportiert und dort getötet? Fragen bleiben offen, doch sein endgültiges Schicksal dürfte gewiss sein: Von 959 Menschen überlebten nur 17 die Deportation; Mitglieder der Familie Rosentreter sind nicht dabei.

In Berlin geht die deutsche Verwaltungsmaschine nach der Deportation ihren Gang und zeigt wie der NS-Staat auch noch von seinen Opfern profitierte. Am 26.11.1942 teilt die Oberfinanzkasse der Vermögensverwertungsstelle mit, dass Adolf Rosentreters ausstehender Lohnanteil für Okt. 1942 von 49,37 RM verbucht sowie als dem Reich verfallen erklärt wurde.

Am 3.5.1943 bittet die Hausverwaltung der Kaiser Wilhelm Str. 24 den Oberfinanzpräsident Berlin-Brandenburg, die Räumung der noch versiegelten Zimmer der „Judenwohnung Jenny Glück“ anzuordnen sowie bis zum Zeitpunkt der Räumung anfallenden Mieten zu überweisen. Die Firma bestätigt in dem Schriftstück auch, dass in der Wohnung der Hauptmieterin Jenny Glück die Fam. Rosentreter bis zu deren „Evakuierung“ (Okt. 1942) gewohnt habe.

Am 11.5.1943 erfolgt die „Aufnahme und Bewertung“ der „beschlagnahmten Gegenstände des evakuierten Juden Adolf Rosentreter.“ Die Gegenstände werden von einem Gebrauchtwarenhändler mit 30% Wertnachlass übernommen. Insgesamt erbringt die Deportation der Familie Rosentreter für das Deutsche Reich einen Reinerlös von 442,97 RM.

Am 22.6.1943 wird die Wohnung Jenny Glück/Familie Rosentreter von der Vermögensverwertungsstelle dem „Hauptplanungsamt des Oberbürgermeisters der Reichshauptstadt Berlin“ als geräumt erklärt.

Minna und Jakob Joelsohn

Jakob Joelsohn wird in Pammin bei Arnswalde am 2.Feb. 1877 geboren. Er lebt bis 6.3.1934 im Kreis Arnswalde, die dortige Sparkasse führt den Inhaber eines kleinen Sparguthabens als „Kaufmann.“ Im März 1934 zieht er mit seiner Ehefrau Minna,- 10.10.1872, geb. Jonas - nach Berlin-Charlottenburg.

Hier in dieser selbstgewählten Wohnung im gutbürgerlichen Charlottenburg scheint das Ehepaar drei Jahre gelebt zu haben. Am 1.4.1937 beziehen Jakob und Minna Joelsohn dann ihre letzte Wohnung: in der Kaiser-Wilhelm-Str. 24. Hier leben sie in höchst beengten Verhältnissen einer 1-Zimmer-Wohnung mit Küche und Kelleranteil. Der 64-jährige geht - wie auch seine Ehefrau Minna - zum Zeitpunkt der Deportation keiner beruflichen Tätigkeit nach.

In den letzten Oktobertagen 1941 erhält das Ehepaar den Befehl, sich in der Sammelstelle Levetzowstr. 7 einzufinden. Mitnehmen auf die Reise nach Osten dürfen sie Kleidung und persönliche Gegenstände bis max. 50 kg Gesamtgewicht sowie Proviant für mehrere Tage. Die zugestellte „Vermögenserklärung“ füllen Jakob und Minna Joelsohn noch kurz vor dem Verlassen ihrer Wohnung aus. In dem 16seitigen Formular sind alle zurückgelassenen Einrichtungsgegenstände, Kleidungsstücke und persönliche Wertsachen zu deklarieren.

Als sie die Erklärung am 30.10.1941 im Sammellager abgeben, erhalten sie im Gegenzug umgehend die „Verfügung“ über die Einziehung allen zurückgelassenen Besitzes „zugunsten des Deutschen Reiches“ durch den Obergerichtsvollzieher ausgehändigt. Zwei Tage später geht der Transport ins Ghetto Litzmannstadt (Lodz). Es ist der 18. Transport nach dem Osten (in NS-Bürokratensprache: „Welle IV“) mit über 1000 Passagieren.

Im Ghetto wird die fast 70-jährige Minna Joelsohn die katastrophalen Zustände - völlig überfüllte Elendsquartiere, Hungersnot, Epidemien - nur wenige Monate überleben; sie stirbt am 17.März 1942. Wenige Wochen später - am 9. Mai 1942 - wird Jakob Joelsohn zusammen mit Hunderten anderer Ghetto-Insassen in das nahegelegene Vernichtungslager Kulmhof/Chelmno deportiert. Dort werden im Zeitraum Jan.-Sep. 1942 über 70000 Menschen aus dem Ghetto durch Gas getötet.

Seit dem 7.Juli erinnern sieben „Stolpersteine“ an die ermordeten Bewohner des Hauses Rosa-Luxemburg-Strasse. Als Mahnmal für die deutsche Vergangenheit und als Warnung davor, was wieder geschehen kann, wenn die NS-Zeit verklärt wird oder aus kommerziellem Interesse instrumentalisiert wird.

Quellen:

Allgemeines:

Brandenburgisches Landeshauptarchiv Potsdam/Bestand Rep. 36A (Oberfinanzpräsident Berlin-Brandenburg, II)

Gedenkbuch Berlins für die jüdischen Opfer des Nationalsozialismus; Datenbank Gedenkstätte Yad Vashem/Israel

A. Gottwald/D. Schulle: Die „Judendeportationen“ aus dem Deutschen Reich 1941-1945 (Wiesbaden 2005)

Spezielles:

Landeshauptarchiv Brandenburg, Akte Rep 36 A II / Nr. 24234 (Akte Editha Loewenthal)
Landeshauptarchiv Brandenburg,Akte Rep. 36 A II / Nr. 32132 (Akte Familie Rosentreter)
Landeshauptarchiv Brandenburg, Akte Rep 36 A II / Nr. 17624 (Akte Familie Joelsohn)